Begegnung mit den Firmspendern 4. Mai 2010

Generalvikar Josef Rosenast und Pfarrer Josef Wirth werden den gut 50 jungen Menschen, die den aktuellen Firmweg gemacht haben, am Samstag, 29. April das Sakrament der Firmung spenden.
Am Dienstag 4. Mai fand ein Abend statt, wo die FirmkandidatInnen ihren Firmspendern vorgängig begegnen konnten. Zu diesem Abend waren auch FirmpatInnen und Eltern eingeladen. So war der Saal im Pfarreizentrum an diesem Abend mit über 200 Menschen gefüllt.
Eine Gruppe der FirmkandidatInnen hatte diesen Abend in Assisi vorbereitet.
„Ich will die Verbindung zu Gott mehr aufbauen und mit einer Gruppe etwas unternehmen. Ich erwarte, dass der Firmweg mich dem Glauben an Gott näher bringt und ich eine unvergessliche Zeit erlebe.“ Dieser Satz, den einer der jungen Menschen am Starttag als seine persönliche Erwartung an den Firmweg formuliert hatte, war Ausgangspunkt des Abends.

Firmwegbegleiter Sascha Gees nahm in seiner Begrüssung und Einleitung darauf Bezug. So wie er die jungen Menschen auf dem Firmweg wahrgenommen habe, sei die Hoffnung berechtigt, dass sich diese Erwartung erfüllt habe.
Viel Wertvolles erlebt
Dies bestätigte sich als die die jungen Menschen ihren Firmspendern und den andern Anwesenden anschliessend berichteteten, was sie auf dem Firmweg erlebt, was ihnen besonders Eindruck gemacht hat. Davon nur zwei kurze Auszüge:
„Für mi isch de Starttag ä gueti Glegeheit gsi, Vertraue inenand zgwüne und au selber wiiter cho. Mer hend au ahand vomene Gruppewettbewerb erfahre, wiä wichtig es uf em Firmweg isch, dass mer als Team zeme schaffed und jede vollä Iisatz zeigt."
"Du hesch a däm Tag au Sache über anderi erfahre, wo viellicht nöd denkt hettsch."
„Mer het dä Obed, wo dä jungi Strofgfangeni do gsi isch, sehr Iidruck gmacht. Es het mi sehr berüehrt, wie ihm sini chlini Tochter und dä Glaube wieder Chraft geh hend i sinere schwere Situation.“

FirmkandidatInnen stellen sich den Fragen der Firmspender
Die Firmspender wollten in den anschliessenden Fragen von den jungen Menschen wissen: In welcher Art sie dem Glauben näher gekommen seien.
„Mer het üs selber üsi Verbindig zum katholische Glaube finde loh. Mer het üs usegfordert, mitenand drüber usztuschä, wie mer Gott empfindet.“ so eine der Antworten.
Generalvikar Josef Rosenast meinte weiter:
„I ha scho erlebt, wiä Erwachseni i ihrem Erstkommuionglaube sto blibe sind. I ha bi eu aber dä Iidruck, dass er würklich über euen Glaubä nodenkt hend und über eues Gottesbild, wies jetzt isch Gedanke gmacht hend.“
„Was erwartet ihr vo de Firmig selber? Isch da för eu öppis wichtigs oder wärs dä Firmweg au ohni Firmig okay? wollte Josef Wirth wissen.
„Jo d’Firmig isch för mi scho vo Bedütig, da isch ä wichtigs Ritual, wo mer üs uf em ganze Weg irgendwie druf vorbereitet hend. Es bedütet för mi, dass i wörklich bereit bin, Katholik zu si.“

„Mer übernehmet Verantwortig för üs selber, mir sind als Gmeinschaft uf de Weg gange, mir hend uf diä Firmig hi gschaffet, es isch en Höhepunkt uf em Firmweg.“
„För mi bedütets, dass i dä Chirchä als vollwertigs Mitglied biitretä.“
"Was bedütet es för eu, wenn ihr jo säged zu enerä Chirchä, wo doch in letschter Ziit au recht under Beschuss cho isch, wo au fehlerhaft isch?" so wollte Generalvikar Josef Rosenast weiter wissen.
„Also erschtens d’ Chirchä bestoht nöd nu us em Vatikan, mer sött si nöd uf da reduzierä, s’Chrischtetum ladt ii, es Lebe mit Gott z’füehre, damit mer au ä lebeswerts Lebä cha füehrä, es giit sicher e paar Sachä, diä sind nöd so guet, diä werdet viel kritisiert, aber i denkä, als Katholik muen i jo nöd voll Fan vom Vatikan sii...“
Fragen an die Firmspender
Anschliessend stellten die FirmkandiatInnen den Firmspendern Fragen: „Wiä hend ehr eui Vorbereitig zu eurer Firmig erlebt?“
Josef Wirth: „i ha no gueti Erinnerig a mini Firmig. Mir isch no bliibe, dass de Pfarrer zu üs 6. Klässler gseit het: I dä Chirchä sind ehr noch dä Firmig erwachse.“
Josef Rosenast: "i weiss nur no, dass ich a dä Firmig i dä 5. Klass vom Götti än Uhr übercho ha und mer am Nomittag uf de Flughafe Chlotä gfahre sind und mir furchtbar schlecht worde isch bim Autofahre...“

„Wiä findet ihr, dass mir mit 18 gfirmt werdet?“ wollten die jungen Menschen wissen.
„I find das grossartig, mer werdet au vo andere Bistümer agfrooget über üsi Erfahrige.“ antwortete Josef Rosenast. „I ha Firmig ab 18 bi üs im Bistum i dä letschte Johr sehr positiv erlebt.“
„Isch dä Firmweg, wo mer gmacht hend i ehrne Auge guet gmacht?“ war die nächste Frage an die Firmspender.
„I bi begeischteret, vo dem wa ni do z’Flowil erleb, au devo, dass hüt amene hundsgwöhnliche Werchtig an ganze Saal voll Lüt do isch. I spür, dass es nöd no es paar schöni Gags sind, wo dä Firmweg usmached, mer het IIdruck gmacht, wa ner vo eune Erlebnis in Assisi, im Geischt vom Franziskus verzellt hend, vom Sii i dä Stilli, vo eurer guete Gmeinschaft. Ihr hend gmerkt, d’Chirche isch nöd no de Vatikan, Chirche isch au Gmeinschaft do vor Ort, z’Flowil. Das hend er offebar gspürt, sösch chämed nöd sonigi Gedanke usä.

Feierliche Bereitschaftserklärung in einem Gottesdienst
Den zweiten Teil des Abens bildete ein von den FirmkandidatInnen gestalteter Gottesdienst, in welchem sie den beiden Firmspendern persönlich erklärten, wieso sie sich firmen lassen möchten und diese Bereitschaft per Handschlag bestätigten.
Mit dem Einschreiben in das Firmwegplakat und dem Entzünden der am Starttag gestalteten persönlichen Firmwegkerze wurde diese Bereitschaftserklärung abgerundet.
Der eindrückliche Abend klang mit einem gemütlichen Umtrunk im Pfarreizentrum aus.

